Diese Geschichte in vier Teilen findet kurz nach der Wende in Ostdeutschland statt. Das Ehepaar Bodelschwingh, das seit vielen Jahren in diesem Haus wohnt, wird von zwei Westdeutschen konfrontiert, einem Dr. Schwiebus, Rechtsanwalt, und Herrn Protwedel, der den eigentlichen Anspruch auf das Haus hat. Zusätzlich kommt im vierten Abschnitt noch die Perspektive einer Jüdin aus Tel Aviv, die auch noch sagt, daß sie Anspruch auf das Haus hat.
Dieser Text eignet sich für die Untersuchung, ob und wie Menschen aus Ost und West einander sahen und sich verhalten haben, sowie auch als Einstieg in die Probleme, die es nach der Wende gab.
Es gibt viele neue Vokabeln, die gelernt werden können. Grammatisch gesehen eignet sich der Text vielleicht als Einsteig in den Konjunktiv. Diskussionsfragen und Fragen zum Inhalt sind auch vorhanden.
Auf Sand gebaut vor Gericht
Nun ist es so weit, nachdem die einzelnen Parteien einen Brief
geschrieben haben, um ihre Perspektive zu verteidigen. Jetzt müssen alle vor
Gericht gehen. Es gibt eine "Jury," einen Richter (Lehrer?), klagende- und
verklagte Parteien. Die Rollen der Menschen in der Geschichte werden
verteilt und jeder/jede muß sich sich dieses Mal verteidigen und
begründen, warum sie/er Anspruch auf das Haus hat.
Die folgenden strukturellen Fragen können als Beispiel gebraucht werden und müssen in dem Brief und in der Verteidigung der eigenen Situation vorkommen. Sie können auch bei der Bewertung hilfreich sein.
1. Beschreibe das eigentliche Eigentum und das Problem aus deiner
Perspektive!
2. Wer ist der Gegner und warum besitzt er das Eigentumsrecht nicht?
3. Wielange wohnst du schon im Haus, oder wann hast du im Haus
gewohnt?
4. Hast du für das Haus bezahlt? Wenn ja, wieviel?
5. Bist du ein Erbe?
6. Was ist fair? Sollte eine Abfindung bezahlt werden? Wenn ja, warum?