Gesendet von Anita Aretz
An unsere Schule haben wir am 13.9.01, dem Freitag danach, einen Trauermarsch durch Viersen gemacht, an dem sich andere Schulen beteiligen konnten. Als ich die Nachricht am Nachmittag des 11.9.01 hörte, konnte ich e im ersten Moment gar nicht glauben. Erst im zweiten Moment kam der Schock, man sah die Bilder der einstürzenden Türme auf allen Sendern im Fernsehen und hatte die Szene somit noch lange vor dem innen Auge. Schweigeminuten im Unterricht und beim Trauermarsch sollten unsere Anteilnahme, die jeder zu tiefst empfand, bestärken. Das war das erste Mal, dass ich eine ganze Schule in Schweigen gesehen habe – ein Moment, der unvergesslich bleibt.
Anita Aretz
Gesendet von Judy M
11. September
Am 11 September war ich zu Hause und habe ferngesehen. Plötzlich sah man überall nur noch die Bilder eines Flugzeugs, das in einen der beiden Türme des World Trade Centers krachte. Zuerst dachte ich an einen Unfall, doch als wenige Minuten später ein zweites Flugzeug in das andere World Trade Center Gebäude flog und das erste zusammenfiel, glaubte ich der 3. Weltkrieg würde ausbrechen. Die Stadt versank im Staub und man sah nur noch weinende, schreiende Menschen. Niemand wusste, was passiert war und keiner konnte die Situation begreifen. Auch heute fällt es mir noch schwer zu glauben, dass ein Mensch zu so etwas fähig sein kann, Menschen so einen großen Schmerz und Leid zuzufügen, nur um seine Macht zu beweisen. Unschuldige mussten dafür ihr Leben lassen und dieses Ereignis ist eines der einschneidensten in meinem Leben gewesen in meinem Leben gewesen. Die Hilflosigkeit beim Sehen dieser Bilder was das schlimmste, erst jetzt ist mir bewusst, dass man nie vor so einem Gewaltanschlag sicher sein kann. So etwas kannte ich zuvor nur aus Filmen und glaubte nie, dass es in der Realität möglich wäre.
Judy
Gesendet von Krystian Narwid
11. September .01
Als ich an diesem Tag nach Hause kam, lief mir meine Schwester bereits entgegen und berichtete mir, dass ein Flugzeug in das World Trade Center gestürzt ist. Zunächst dachte ich, dass sie mich veräppeln wollte, bis ich die Bilder im Fernsehen sah. Zu dieser Zeit war bereits das zweite Flugzeug in den anderen Turm gestürzt. Meine erste Sorge als ich erfuhr, dass es sich um einen Terroranschlag handelte, war die Gefahr des 3. Weltkriegs. Da ich beinahe reif für die Bundeswehr war, dachte ich, ich werde sofort eingezogen. Dem war Gott sei Dank nicht so. Trotzdem tun mir all die Leute leid, die jemand in diesem Anschlag verloren haben.
Krystian
Gesendet von Kai Rothkegel
Was ich am 11.09.01 gemacht habe und wo ich war:
Ich war in der Schule und ahnte noch nichts von dieser Katastrophe. Ich fuhr nichts erwartend nach Hause und als ich dann fröhlich zu Hause war, setzte ich mich wie jeden Tag ein bißchen vor den Fernseher und sah ein Flugzeug in einen der Towers fliegen. Ich dachte: „Cool, ein action-film“. Naja, das war nicht so denn unmittelbar danach rief meine Mutter an und sagte, ich dürfe heute nicht mehr nach draußen. Sie dachte, dass vielleicht ein 3. Weltkrieg durch diesen Vorfall ausgelöst werden könnte. Sie kam früher von der Arbeit und war total hektisch und steckte uns damit an. Es war natürlich traurig für uns und schockierend, dass so viele Menschen starben, nur wegen 2 Irrer, die für ihren heiligen Krieg kämpften. Hoffentlich sind nun die Sicherheitsanlagen so verschärft, dass dies nie wieder passieren kann.
Kai Rothkegel.
Gesendet von Florian Vagts
Die Nachricht, dass ein Flugzeug in das WTC geflogen ist, kam erst gegen 15.00 Uhr bei uns an. Als mich die Nachricht erreichte, dachte ich: „Wir haben doch nicht den 1. April. Das kann nur ein Scherz sein“. Bei uns im Fernsehen wurde die ganze Zeit nur Bilder von der Katastrophe gezeigt. Ich verarbeitete die Informationen nur sehr langsam. Ich habe wie Alena Zhaliazniak gedacht: „Wie das kurz und vergänglich das Leben doch ist.“ Alena hat gefragt, wie das nur so einfach sein kann, 5000 Menschen zu töten. Nur dann musste ich wieder daran denken, dass es den Holocaust gab mit ca. 6.4 Millionen Toten und an Amerika, dass am Ende des 2. Weltkriegs 2 Atombomben abgeworfen hat, die bis heute Tausende Tote fordert haben.
Florian