THEATERSTÜCK 1998
Der Teufelskreis
(nach Brechts Erzählung-->Der Augsburger Kreidekreis)

von: Hannah Weisman, Rachel Coll, Miwa Kozuki, Irina Tsoneva, Joyce Hopkins, Jana Koubova, Irem Sükan, Celine McNicholas, Diana Pagnotti, Claudia Ricaldez


PERSONEN: Herr Wegmuss (Vater des Kindes), Frau Maja Wegmuss (leibliche Mutter des Kindes), Andrea (als Kind und als junge Frau), Anna/Frau Willkind (Freundin von Frau Wegmuss), Herr Egal (Bekannter von Anna Willkind), Gerichtsdiener/Erzähler, Richter, Studentin 1, Studentin 2, Studentin 3)

1. SZENE

Im Hörsaal (SPOTLIGHT: alle sitzen vorne auf der Bühne)

STUDENTIN 1: Ich will diesen Kurs überhaupt nicht belegen! So viel Arbeit und der Prof ist so hochnäsig!

STUDENTIN 2: Aber hast du gar nichts von dem Prof gehört? Der ist so bekannt! Sagt dir der Name nichts?

STUDENTIN 3: Wieso denn?

STUDENTIN 2: Ach, Mensch! In welchem Semester deines Jura-Studiums bist du denn überhaupt? Hast du wirklich nichts von dem bekannten Kreidekreisprozeß gehört? Hast du nicht gewußt, daß der Prof dieses Seminars der Richter des Kreidekreisprozesses war?

ANDREA (rückt etwas näher): Entschuldigung...Redet ihr von dem Kreidekreisprozeß?

STUDENTIN 1: Ja, hast du davon gehört?

ANDREA: Ja...ich war dabei.

STUDENTIN 3: Was meinst du damit?

ANDREA: Na ja, lange Geschichte...!


2. SZENE

Vor der Vereinigung. Im Leipziger Krankenhaus--Frau Wegmuss liegt im Bett und hält das Kind--Studentinnen und Andrea sehen zu...)

FRAU WEGMUSS: Was für ein süßes, kleines Mädchen! Du hast die Augen deiner Oma. Ich habe nie gedacht, daß ich so ein wunderschönes Kind bekommen könnte.

Herr Wegmuss tritt auf

HERR WEGMUSS: Ah, gib mir meinen Sohn! (Frau Wegmuss schweigt) Hast du mich gar nicht gehört? Ich habe doch gesagt, gib mir meinen Sohn!

Herr Wegmuss nimmt das Kind selber

FRAU WEGMUSS: Ist sie nicht schön?

HERR WEGMUSS: Sie? Was meinst du, "sie?" Um Gottes willen, sag mir bloß nicht, daß das ein Mädchen ist!

FRAU WEGMUSS: Ja! Sollen wir unsere Tochter Andrea nennen?

HERR WEGMUSS: Mir scheiß egal, wie du deine Tochter nennen magst! Sie gehört nur dir--ich will gar keine Tochter!

FRAU WEGMUSS: Aber...

HERR WEGMUSS: NICHTS ABER! Es war dir von Anfang an ganz klar, wenn du eine Tochter bekommst, werde ich dich und deine blöde Tochter verlassen!

FRAU WEGMUSS: Aber, aber...i-i-ich kann nichts dafür!

HERR WEGMUSS: Egal--die Entscheidung für dich ist ja ganz einfach: Entweder sie oder ich! Ich bezahle keinen Pfennig für ein schwaches Mädchen und ihre wertlose Mutter! Ich gehe allein in den Westen! (tritt wieder ab--BLACKOUT)


3. SZENE

LICHT--draußen vor Annas Tür--Frau Wegmuss hält das Kind und sieht es zum letzten Mal an.

FRAU WEGMUSS: Du hast keine Ahnung, wie diese Entscheidung mein Herz zerreißt. Ich habe keine Wahl. Aber ich verspreche dir, daß ich dich eines Tages wieder in die Arme nehme.

Frau Wegmuss küßt das Kind und klopft an Annas Tür--Anna macht die Tür auf

ANNA: Guten Tag, Frau Wegmuss. Ach! Was für ein Engellein! Haben Sie ein Minütchen Zeit, um einen Kaffee zu trinken?

FRAU WEGMUSS: Nein, leider nicht. Ich habe es eilig. Der Arzt erwartet mich schon. Aber nachher vielleicht. Es sollte nicht lange dauern. Vielen, vielen Dank. Sie können sich nicht vorstellen, was für einen großen Gefallen Sie mir tun! (zu dem Kind) Sei lieb und brav, während ich weg bin.

Frau Wegmuss überreicht Anna das Kind--Anna nimmt das Kind und geht ins Haus. Anna ist zu Hause mit dem Kind. Sie sind am Spielen. Anna sieht auf die Uhr.

ANNA: Wo steckt denn deine Mutter überhaupt? (sieht aus dem Fenster) Immer noch nicht zu Hause! (BLACKOUT)


4. SZENE

Im Hörsaal (SPOTLIGHT)

STUDENTIN 3: Was ist dann passiert?

STUDENTIN 2: Ja, wie ging es weiter?

ANDREA: Ja, komischerweise ist sie nie wieder aufgetaucht.

STUDENTIN 3: Hast du dann geweint, als du ins Kinderheim gebracht wurdest?

STUDENTIN 2: Halt die Klappe--du hast ja wirklich keine Ahnung!

ANDREA: Ich bin bei Anna Willkind geblieben. Das waren schwere, aber gute Zeiten. Wir haben nie genug Geld gehabt, aber irgendwie haben wir es immer geschafft.

STUDENTIN 3: Wo war dein Vater die ganze Zeit?

ANDREA: Welchen Vater meinst du? Anna hat immer versucht, einen Vater für mich zu finden, aber...


5. SZENE

LICHT--zu Hause bei Anna und Andrea; Andrea kommt aus der Schule; Anna kocht--Tisch ist gedeckt

ANDREA (verärgert): Max Breckling! Er nervt mich so! Jeden Tag zieht er mich an den Haaren! Jungen sind SO DOOF!

ANNA: Aber kleines Mädchen, nicht alle Jungen. Manche sind sehr nett und lieb. Möchtest du keinen Vater im Haus haben, der für uns da wäre?

ANDREA: Hier? Aber Jungen sind so blöd!

ANNA: Wart mal ab! Du siehst gleich, wie gemütlich es sein kann.

Jemand klopft--Anna macht die Tür auf, und ein Mann kommt herein

ANNA: Guten Tag, Max! Setz dich bitte hin. Max, das ist meine Tochter Andrea. (wendet sich Andrea zu) Andrea, das ist Herr Egal, Max Egal. Das Essen ist gleich fertig.

Anna geht in die Küche

HERR EGAL: Du bist ein süßes Mädchen!

Er zieht sie freundlich/leicht an den Haaren. Andrea schreit--Anna kommt rennend aus der Küche

ANNA: Was ist los?

ANDREA (weint ein bißchen): Er hat mich an den Haaren gezogen--wie der andere Max, Max Breckling!

ANNA: Beruhige dich, Kind!

Herr Egal (zu Anna und Andrea): Es tut mir leid!

Sie setzen sich alle hin, aber Andrea ist sauer. Sie steckt die Zunge 'raus. (BLACKOUT)


6. SZENE

Im Hörsaal (SPOTLIGHT)

ANDREA: ...aber ich habe keinen von den vielen Männern gemocht. Sie waren alle entweder zu häßlich, zu alt, zu dick, zu dünn, oder einfach zu doof.

STUDENTIN 1: Und hast du etwas von dem im Westen gehört? Hast du einen Brief bekommen?

ANDREA: Ja, kurz nach der Vereinigung.


7. SZENE

Leipzig: kurz nach der Vereinigung; Anna und Andrea sitzen nach dem Essen am Tisch. Ein Brief liegt darauf. LICHT

ANDREA: Willst du deine Post nicht aufmachen?

ANNA: Ach, ist nicht so wichtig.

ANDREA: (sieht den Briefumschlag an) Wen kennst du in Augsburg?

ANNA (steht auf und geht zu Andrea): Komm, es wird spät, du mußt ins Bett.

ANDREA (steht auf): OK! Gute Nacht.

ANNA: Ja, gute Nacht, Süße, bis morgen.

Andrea verläßt die Bühne--Anna steht auf, geht ans Publikum, und liest den Brief.

FRAU WEGMUSS (tritt auf und steht vorne--auf der anderen Seite der Bühne): Liebe Frau Willkind, als ich mich damals bei Ihnen bedankt habe, wußten Sie nicht, was für einen großen Gefallen Sie mir getan haben. Ich war schwach, hilflos, und hatte keine andere Wahl. Ich mußte mit meinem Mann in den Westen. Seitdem lebe ich mit einem schlechten Gewissen, weil ich mein Kind im Stich ließ. Mein Mann und ich sind nach Augsburg geflüchtet, und vor kurzem ist er gestorben. Jetzt bin ich ganz allein und sehne mich jeden Tag nach meinem Kind. Nun kann ich meine liebe Andrea endlich wiedersehen. Können wir uns nicht in einer Gaststätte in Leipzig treffen? Bitte, lassen Sie mich mein Kind wieder umarmen...

Anna weint und wirft den Brief ins Publikum--sie tritt ab. BLACKOUT


8. SZENE

Anna und Frau Wegmuss treffen sich in einer Gaststätte

FRAU WEGMUSS: Und wo ist mein Baby?

ANNA: Sie ist kein Baby mehr. Das würden Sie wissen, wenn Sie Ihr Kind abgeholt hätten.

FRAU WEGMUSS: Aber ich konnte nicht anders! Ich hatte keine Wahl!

ANNA: Keine Wahl! Schwache Ausrede! (kurze Pause) Ich habe alles--mein Leben, meine Freiheit--für dieses Kind, für MEIN Kind geopfert!

FRAU WEGMUSS: Dann ist es eine Erleichterung für Sie, wenn ich meine Tochter mit nach Augsburg nehme.

ANNA: Du unwürdige Greisin! Du hast kein Recht mehr auf Andrea. Du hast sie im Stich gelassen. Du kannst nicht erwarten, daß ich sie jetzt aufgebe. Sie ist mein Leben geworden. Sie ist meine Tochter!

FRAU WEGMUSS: Deine Tochter? Quatsch! Ich habe das Kind zur Welt gebracht! Sie ist meine Tochter! Glaubst du, du Ossi, daß du eine Chance vor dem Richter hast? Warte bloß ab--ich bringe dich vor Gericht! BLACKOUT


9. SZENE

Im Hörsaal (SPOTLIGHT)

ANDREA: Verwirrt war ich! Überrascht, enttäuscht, und nicht sicher! Ich war nicht mehr sicher, zu wem ich gehörte. Anna hat mich geliebt, aber sie hat mich auch belogen. Ich wußte nicht mehr, wer ich war. Sobald ich über meine "zweite Mutter" erfahren hatte, waren die guten, sorglosen Tage vorbei. Aber zurück zu meinen Erinnerungen. Ich hatte gerade über meine leibliche Mutter erfahren...


10. SZENE

LICHT

ANNA (tritt auf): Warum ist alles auf einmal so kompliziert? Nach so vielen Jahren, nachdem ich mich so an Andrea gewöhnt hatte! Das ist doch Wahnsinn! Sie hat sie im Stich gelassen, und jetzt will sie mir meine einzige Tochter entziehen!

FRAU WEGMUSS (tritt auf): Der Richter muß mir glauben! So lange habe ich mich nach Andrea gesehnt, an sie gedacht. Ich habe immer von dem Moment geträumt, wenn ich meine liebe Tochter wieder umarmen könnte. Jetzt ist die Zeit gekommen. Morgen werde ich meine Tochter wieder haben. Endlich kann ich mit ihr und ohne Klaus ein glückliches Leben führen.

ANNA: Ich weiß, ich muß zugeben, daß ich alle ihre Träume nicht verwirklichen kann. Andrea soll ein wunderbares Leben haben, ohne sich um das Geld Sorgen machen zu müssen. Wenn sie bei mir bleibt, wird ihre Zukunft beschränkt sein. Es ist wahr, daß ich ihr nicht dieselbe Zukunft und denselben Komfort wie ihre leibliche Mutter anbieten kann. (ans Publikum) Oh Gott, bitte hilf mir!

FRAU WEGMUSS: Ich werde ihr alles geben--alles, was ich habe--alles, was ich besitze. Ein traumhaftes Leben kann ich ihr anbieten, und allmählich wird sie mich auch lieben. Sie wird verstehen, wie sehr ich alles bereut habe. Ich werde ihr erklären, warum ich sie damals verlassen habe. Eine zweite Chance brauche ich nur! Eine letzte Chance!

ANNA: Vieles wird sich ändern. Jetzt ist sie mir böse, weil ich ihr von Maya Wegmuss nie erzählt habe! Sie soll doch einsehen, daß das die einzige Möglichkeit war, denn sonst wäre sie ja nie glücklich gewesen; sonst hätte sie sich bei mir nie zu Hause gefühlt und mich nie wie eine echte Mutter geliebt. Ich mußte einfach schweigen. Nicht für mich! Nein, nein, nur für sie. (BLACKOUT)


11. SZENE

Im Hörsaal (SPOTLIGHT)

ANDREA: Es war ein schöner Tag. Ich war ganz jung und alles war so schrecklich. Zunachst konnte ich Anna Willkind im Gerichtssaal nicht sehen, weil zu viele Leute da waren. Dann sind Anna Willkind und Frau Wegmuss gekommen, und die wichtigste Verhandlung meines Lebens begann...


12. SZENE

Im Gerichtssaal (LICHT)

GERICHTSDIENER/ERZÄHLER: Meine Damen und Herren: hier sind zwei Frauen, Anna Willkind und Maja Wegmuss, die beide behaupten, dieses Kind, Andrea gehöre ihnen. Sie wollen sich um sie kümmern, sie ordentlich aufziehen. Maja Wegmuss ist die leibliche Mutter, aber hat ihr Kind im Stich gelassen. Seitdem sorgt Anna Willkind für das Kind. (Kleine Pause) Zuerst wollen wir herausfinden, warum die leibliche Mutter, Frau Wegmuss, das Kind verlassen hat. Frau Wegmuss, kommen Sie bitte vor, und antworten Sie auf die Fragen des Richters!

Frau Wegmuss stellt sich so, daß sie das Kind gut sehen kann.

DER RICHTER: Warum haben Sie Ihr Kind verlassen?

FRAU WEGMUSS: Mein Mann wollte keine Tochter, wissen Sie. Er kam aus einer sehr reichen alten Familie im Westen. Wir wollten zu seiner Familie, um finanzielle Hilfe zu bekommen. Dann wollte ich nach meinem Kind schicken. Mir war es doch immer egal, ob wir ein Mädchen oder einen Sohn hatten. Es war nur mein Mann und sein schlechter Einfluß auf mich. Ich konnte mir damals ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Ich MUßTE mein Kind im Osten lassen. Aber ich wußte, bei Frau Willkind wäre sie gut aufgehoben. Ich wollte mein Kind wiederholen....ich wollte sie wirklich nicht für immer und ewig verlassen! (Frau Wegmuss weint)

DER RICHTER: Sind Sie jetzt geschieden?

FRAU WEGMUSS: Nein. Ich bin verwitwet. Mein Mann ist letztes Jahr gestorben, und ich habe gleich versucht, meine Tochter zu finden.

DER RICHTER: Wie ist Ihre finanzielle Lage?

FRAU WEGMUSS: Na ja, ich bin nicht arm. Ich kann meiner Andrea ein schönes Leben machen. Und auch Frau Willkind...jetzt kann ich mich bei ihr ordentlich bedanken. Ich habe Geld...

DER RICHTER: Warum wollen Sie das Kind unbedingt zurückhaben?

FRAU WEGMUSS: Sie ist doch mein eigenes Kind... meine Tochter... mein Fleisch und Blut. Sie soll mit ihrer rechten Mutter aufwachsen. Ich liebe sie.

DER RICHTER: Danke, es reicht für jetzt. Sie können sich wieder hinsetzen. Jetzt möchte ich mit Anna Willkind sprechen.

Frau Wegmuss setzt sich. Anna tritt auf, traurig und blaß; sieht müde aus, sieht das Kind nicht.

DER RICHTER: Frau Willkind, warum wollen Sie das Kind behalten? Sie sind noch jung. Sie können heiraten und ihre eigenen Kinder bekommen.

ANNA: Herr Richter, es war sehr schwer für mich. Ich war damals sehr jung, hatte nur wenig Geld, und mußte mich um ein kleines Baby kümmern. Meine Eltern waren gestorben, und niemand hat mir geholfen. Ich habe das süße Baby gesehen und wollte ihm eine Kindheit voll Freude und Liebe geben. Ich war wie Andreas leibliche Mutter. Sie war so allein... ich konnte ihr helfen, und ich habe ihr geholfen. Wir waren glücklich zusammen! Fragen Sie das Kind nur.

DER RICHTER: Können Sie sich ein Kind leisten?

ANNA: Das Geld reicht für uns zwei.

DER RICHTER: Lieben Sie das Kind?

ANNA: Ja.

DER RICHTER: Sie können sich wieder hinsetzen. Ich muß mir jetzt alles in Ruhe überlegen.

Kleine Pause. Musik spielt.

DER RICHTER: Bringen Sie mir bitte ein Stück Kreide!

Er steht auf, nimmt die Kreide und malt einen Kreidekreis auf den Boden. Alle sind überrascht, aber bleiben ruhig. Zwei Menschen bringen das Kind, das dann in der Mitte des Kreises steht.

DER RICHTER: Ich bin schon alt, aber weiß nicht genau, wie man die Liebe messen kann. Frau Willkind und Frau Wegmuss, jede von Ihnen soll versuchen, das Kind aus dem Kreis zu ziehen. Diejenige, die dabei erfolgreich ist, bekommt das Kind.

FRAU WEGMUSS: Das geht doch nicht!

ANNA: Das ist nicht zu fassen!!!!

Beide ziehen (in der Zeitlupe)

ANDREA (als Kind; weinend): Das tut weh!

Beide hören auf zu ziehen und wenden sich dem alten Richter zu. Alle Leute in dem Saal beklagen sich über die schreckliche Methode, die der Richter benutzte, um die "rechte" Mutter zu finden. Musik spielt. Plötzlich wird alles dunkel und still. Dann gibt es wieder Licht. Anna und Maja kämpfen, und das Publikum im Saal versucht, sie zu trennen. Endlich sind sie getrennt.

ALLE (ans Publikum): Wo ist das Kind!??!?!

(alle außer dem Richter verlassen die Buhne)


13. SZENE

Im Hörsaal (SPOTLIGHT)

STUDENTIN 3: Shh! Seid ruhig...der Prof will 'was sagen!

Prof/Richter geht nach vorne und liest die Namen vor. Studentinnen I, II, III antworten mit "Ja, hier" darauf.

RICHTER: Karin Otterer (Pause), Heike Richter (Pause), Barbara Brecht (Pause), Andrea (Pause) W.... (scheint den Namen zu kennen)

Er schaut alle Studenten an--Andrea meldet sich

ANDREA: Ja, das bin ich! (BLACKOUT)