Winter 
Adé
Zusammenfassung Bewertung
Filmanalyse Bibliographie
Winter Adé- Analyse 
"Looking for the best, but expecting the worst." 

Ein Lied...

Der Film bietet einen Strauss von Geschichten an. Beeindrückend, ohne unglaublich zu sein, muss Winter Adé wie eine Lebensernüchterung für viele wirken. Mit dem Fortschreiten des Filmes muss man ungeheuren Respekt für die dargestellten Frauen bekommen. Die Stärke des Filmes beruhrt aber nicht darauf, dass die Geschichten aussergewöhnlich sind, sondern auf die Tatsache, dass Menschen wie diese Frauen wohnen und leben in unserer Nähe, dass jedes von ihren Problemen- Scheidung, Alleinerziehung, Geistesstörung, eine von ihren Männern dominierte Welt- könnte und könne auch das Schicksal jeder Frau sein.

In dem Zusammenstoss zwischen den zwei Welten- die Hoffnungen der Mädchen in dem Zug und der Frau, die sich nichts anders wünscht ausser jemanden, der die gleiche Leidenschaft für Tiere wie ich hat," besteht die Spannung. Fast unbemerkt wird die ganze Skala der weiblichen Erfahrungen beschrieben. Es fällt einem plötzlich ein, dass die Frau, die jetzt in dem Betreib arbeitet, und die es jede Minute schwer findet, mit ihrer aggressiven Tochter umzugehen, und die Beleidigung von dem menschlichen Unverständis zu vergessen, könnte auch dieses Mädchen sein, das mit fünfzehn meinte,
dass sie unabhängig sein wurde, das sie mit ihrem Mann nicht tägliche Schtreitereien erleben würde, und dass sie alles ganz anderes als ihre geschiedenen Eltern machen würde. 

Und es fällt einem gleichzeitig ein, dass Glück und Zufriedenheit niemandem
gewährleistet wird. Nichts kann Sicherheit schaffen, weil das Leben sich ständig verändert. Selbst eine gute Ausbildung garantiert nicht, dass man allein sein kann, oder dass man die "richtigen" Freunde auswählen wird. Die Frau, die eine Auszeichnung bekam, genoss kein Glück in ihrem Privatleben. Eine andere Frau, die keine gute Ausbildung hatte, genoss auch kein Glück bei der Wahl ihres ersten Ehemanns.  "Peinlich" ist das Adjektiv, das sie benutzt, um die Situation zu beschreiben, die sie mit ihrem zukunftigen Mann und ihren Kindern zusammengebracht habe, um auszuprobieren, ob sie zu ein ander passen. Sie hofften nicht auf die Liebe, sondern auf eine Regelmässigkeit, damit sie die letzten Jahre ihres Lebens nicht allein vor dem Fernseher verbringt. 

Das kleine Mädchen sieht sich in dieser von dem Leben nichts verlangenden Frau, die sich nur die Zweisammkeit wünscht. Ihre Träume werden wahrscheinlich nicht verwirklicht, sondern begraben unter den Ruinen ihrer voreiligen Entscheidungen und nie erreichten Ziele. Vielleicht kann sie sich an ihre Träume schon nicht erinnern. Es gibt aber keine Zeit für Selbstmitleid, Resignation oder Kapitulation. Das Interessanteste an dem Leben ist, dass manche Träume vergehen, aber neue erscheinen, beeinflusst von neuen Realitäten. Und wer hat gemeint, dass die ersten Träume die besten und die
entscheidenden sein sollten? Erstens hat diese Frau von dem Idealzustand geträumt, jetzt wüsncht sie sich Gesundheit für ihre Kinder. Sie will keine Zimmer voll Blumen, keine Telefonanrufe mitten in der Nacht, keine Fragen der "ewigen Liebe," aber sie wünscht sich, dass sie ihr Kind am Nachmittag von der Schule abholen kann und dass sie sich mit jemandem an dem Küchentisch unterhalten kann. Da keine Skala, die die Träume und das Glück messen kann, existiert, bleibt kein Platz übrig für ein Urteil über. Ihre Träume haben ihren Wert nicht verloren, sie haben nur einen neuen realistischeren Wert bekommen. Der Film zeigt, dass die einzige Sicherheit die Veränderbarkeit des Lebens ist, und dass man im Leben nichts für selbstverständlich halten sollte.