1989: Die Leipziger Demonstrationen
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| Das Buch von Hans-Jürgen Sievers "Stundenbuch
einer Deutschen Revolution", beschreibt die Ereignisse, die während
der Montagsdemonstrationen passierten. Sievers war Pfarrer in Leipzig und
nahm an den Montagsdemonstrationen von Anfang an teil. Um mehr über
die Demonstrationen zu erfahren ist das Buch von Sievers sehr zu empfehlen.
Die Montagsdemonstrationen wuchsen aus den Friedensgebeten heraus, die schon 1982 anfingen. Sie waren als Anwort auf die weitere Stationierung von NATO-Raketen in Westeuropa und von Raketen in der DDR. Vor den grossen Oktober-Demonstrationen, hatten immer mehr Menschen begonnen, an den Friedensgebeten teilzunehmen. Wie erwähnt, die Lage in der DDR wurde immer Kritischer, da immer mehr Bürger die DDR verlassen. Obwohl immer mehr Menschen bei den Friedensgebeten in der Nikolaikirche begegneten, war es für die die Besucher der Friedensgebeten nicht sicher. Die Polizei fing an, jeden Montag zu erscheinen, um zu sichern, dass die Teilnehmer gleich nach Hause gingen. Die Kirchenleiter waren der Unsicherheit bewusst. ãZu den Friedensgebeten schienen jedesmal doppelt soviele Menschen zu kommen wie die Woche zuvor. In der Nikolaikirche wurde dringend geraten, weitere Konflikte zu vermeiden und nach dem Gottesdienst gleich nach Hause zu gehen" (Sievers 38) |
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"Der Platz vor der Nikolaikirche am 11. September. Die Polizei hat die Menschen abgedrängt und in einer Nebenstraße eingekesselt. Zuerst wurden Einzelne gezielt aus der Menge herausgegriffen und - wie auf dem Bild zu erkennen - auf einen Polizeiwagen geschoben. Es war die Parole ausgegeben worden, dabei laut den Namen zu rufen, damit andere die Inhaftierung weitermelden könnten. Später wurden etwa 100 Personen vorübergehend festgenommen." (Sievers 85) |
| Die Demonstranten bekammen mehr Hoffnung, als die Sowjetunion "sich von der Breshnew-Doktrin losgesagt" hat. (Behrend 2) Die Sowjetunion würde die DDR nicht mehr mit allen Mitteln schützen. Es bedeutete für die deutschen Demonstranten, dass sie jetzt nur Angst vor ihrer eigenen Armee haben mussten - der Nationalen Volksarmee (NVA). |
von Franz Behrendt |
| Die erste Demonstration war am 25. September
1989. Die Demonstranten haben sich um 17.00 Uhr an den nächsten vier
Montagen immer wieder vor der Nikolaikirche getroffen. Am dritten Montag
gab es schon zwischen 70.000 und 100.000 Demonstraten. Es gab zu viele
Menschen und sie konnten nicht alle in der Nikolaikirche untergebracht
werden. So wurden alle Kirchen in der Staat geöffnet, und die Menschen
wurden eingelassen. Sie haben sich nach der Arbeit getroffen, um zu zeigen,
dass sie ãkeine Rowdies" waren. Sie sind von der Nikolaikirche auf
den Karl-Marx-Platz geströmt, und dann sind sie mit vielen Plakaten
um die Stadt im Kreis gelaufen. ãUnvergeßlich das rymthmische
Rufen, das in die Geschichte einging: 'Wir sind das Volk' mit der Betonung
auf dem ersten Wort, 'Wir sind keine Rowdies', 'Keine Gewalt' und immer
wieder zu den noch Unentschlossenen und Ängstlichen am Rande der Straße:
'Schließt euch an!'" (p.82, Sievers)
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"'Revolution der Kerzen' wurde der Herbst 1989 häufig genannt. Als Zeichen eines stummen Prtoestes wurden Montag für Montag am Gebäude des Staatsicherheitsdienstes oder am Rathaus Kerzen aufgestellt." (p.86, Sievers) |
Der Leipziger Karl-Marx-Platz am 16. Oktober |
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| Mehr Information ist auch bei dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zu finden (http://www.hdg.de/). Das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig wurde 1999 geöffnet, um Leipzigs Geschichte zu ehren. |