Die Zensur unter Ulbricht und Honecker
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In der Ära Ulbrichts (1949-71) war die Zensur sehr streng und unnachgiebig. "Mit dem Mauerbau von 1961 hofften viele Schriftsteller und Kritiker auf eine Entspannung der Lage, da dem Klassenfeind der Zutritt verwehrt sei und die Literatur nun auf Schönfärberei der Verhältnisse verzichten und die Probleme offener beim Namen nennen könne" (Gradhand Kapitel 6). |
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Leider war das nicht der Fall. Auch in den sechziger Jahren wurden sehr viele Bücher verboten. In der Zeit wurde fast alles von Wolf Biermann und Reiner Kunze verboten. |
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Am Anfang der Honecker-Ära (ab 1971) wurde die Zensur großzügiger. Kurzzeitig konnten auch Werke, die die Zustände in der DDR kritisch betrachteten, gedruckt werden, wie zum Beispiel Ulrich Plenzdorfs "Die neuen Leiden des jungen W." Wegen dieser Großzügigkeit wurde die Zeit von 1971 bis 1976 die "literarischen Tauwetterjahre" genannt. |
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Das Jahr 1976 brachte das Ende der "literarischen Tauwetterjahre." Viele Bücher wurden verboten und die Großzügigkeit der Zensur liess nach. 1976, ein Jahr vor der Ausreise von Reiner Kunze aus der DDR, fand die Ausbürgerung Wolf Biermanns statt. Als die Ausbürgerung Biermanns bekannt wurde, verloren viele Menschen der DDR durch die Handlung der kulturpolitischen Entscheidungsträger ihre Identifikation mit dem Staat. Einen Tag nach der Ausbürgerung unterzeichneten zahlreiche DDR-Schriftsteller eine Protesterklärung. |