SCHNEEWITTCHEN,
DIE BÖSE KÖNIGIN, DER
JÄGER
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| Es
war eine schöne Frau, aber sie war stolz und übermütig und
konnte nicht leiden, daß sie an Schönheit von jemand sollte
übertroffen werden.
[...]
Da
erschrak die Königin und ward gelb und grün vor Neid. Von Stund
an, wenn sie Schneewittchen erblickte, kehrte sich ihr das Herz im Leibe
herum. so haßte sie das Mädchen. Und der Neid und Hochmut wuchsen
wie ein Unkraut in ihrem Herzen immer höher, daß sie Tag und
Nacht keine Ruhe mehr hatte. Da rief sie einen Jäger und sprach: "Bring
das Kind hinaus in den Wald, ich will's nicht mehr vor meinen Augen sehen.
Du sollst es töten und mir Lunge und Leber zum Wahrzeichen mitbringen." |
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KEINE
ÄHNLICHKEIT!
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| Und
wenn sie ein anderes Weib sah, was dufter aussah, als sie selber, dann
wurde die rattendoll. Die Whity sah wahnsinnig scharf aus, deswegen wollte
die Alte sie um die Ecke bringen. Selber hatte se aber Schiss, deswegen
kaufte sie nen Typ. Der strich dann die Dollars ein, ließ Whity aber
laufen. |
| Weil
sie so schön war, befiel ihre mit einer starken sadistischen Triebkomponente
versehene Stiefmutter der Sexualneid und sie befahl einem Jäger, Schneewittchen
in den Wald und damit einem letalen Ausgang zuzuführen. Hier
beging die Königin aber eine Fehlleistung, denn der Jäger war
ein Fetischist und erstach statt des Mädchens nur ein Reh, indem er
das Herz des Rehs als Symbol oder Fetisch für das Herz des Kindes
nahm. |
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BEI DEN ZWERGEN
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| Da
sah es ein kleines Häuschen und ging hinein, sich zu ruhen. [...]
Als es ganz dunkel geworden war, kamen die Herren von dem Häuslein,
das waren die sieben Zwerge, die in den Bergen nach Erz hackten und gruben.
Sie zündeten ihre sieben Lichtlein an, und wie es nun hell im Häuslein
ward, sahen sie, daß jemand darin gesessen war, denn es stand nicht
alles so in der Ordnung, wie sie es verlassen hatten. Der erste sprach:
"Wer hat auf meinem Stühlchen gesessen?' Der zweite: "Wer hat von
meinem Tellerchen gegessen ?" Der dritte: "Wer hat von meinem Brötchen
genommen ?" Der vierte: "Wer hat von meinem Gemüschen gegessen ?"
Der fünfte: "Wer hat mit meinem Gäbelchen gestochen ?" Der sechste:
"Wer hat mit meinem Messerchen geschnitten ?" Der siebente: "Wer hat aus
meinem Becherlein getrunken?" |
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KEINE
ÄHNLICHKEIT!
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| Die
- clever wie se is - setzte sich dann zu sieben Mackern ab, die irgendwo
im Wald sone Art Kommune aufgemacht hatten. [...] Als die Jungs nach Hause
kamen, waren die so ziemlich von den Socken und ließen so Sprüche
los wie: wer hat von meiner Pizza gemampft, wer hat von meinem Lambrusco
geschlürft, wer hat an meinem Haschpfeiflein genuckelt? |
| Schneewittchen
aber kam zu den sieben Zwergen und legte sich der Reihe nach in ihre Betten. |
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DIE VERGIFTUNG
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| Als
der Apfel fertig war, färbte sie sich das Gesicht und verkleidete
sich in eine Bauersfrau, und so ging sie über die sieben Berge zu
den sieben Zwergen. Sie klopfte an. Schneewittchen streckte den Kopf zum
Fenster heraus und sprach: " Ich darf keinen Menschen einlassen, die sieben
Zwerge haben mir's verboten !" "Mir auch recht," antwortete die Bäuerin,
"meine Äpfel will ich schon loswerden. Da, e i n e n will ich dir
schenken." "Nein", sprach Schneewittchen, "ich darf nichts annehmen!" "Fürchtest
du dich vor Gift ?" sprach die Alte, "siehst du, da schneide ich den Apfel
in zwei Teile; den roten Backen iß, den weißen will ich essen."
Der Apfel war aber so künstlich gemacht, daß der rote Backen
allein vergiftet war. Schneewittchen lusterte den schönen Apfel an,
und als es sah, daß die Bäuerin davon aß, so konnte es
nicht länger widerstehen, streckte die Hand hinaus und nahm die giftige
Hälfte. Kaum aber hatte es einen Bissen davon im Mund, so fiel es
tot zur Erde nieder. |
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KEINE
ÄHNLICHKEIT!
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| Da
kommt die beknackte Ziege als Bäuerin mit ungespritzten Äpfeln.
Aber das war alles Mache: reine Arsenbomben waren das! Weil se gerade auf
nem alternativen Trip ist, beißt Whity gleich voll rein und geht
hops. |
| Im
weiteren Verlauf der Handlung spürt die böse Königin Schneewittchen
auf und vergiftet das Kind mit einem Apfel. Wir werden in der Annahme nicht
fehlgehen, wenn wir sagen, daß dieser Apfel der Apfel der Erkenntnis
ist. Durch den Schock dieser plötzlichen Aufklärung fällt
das Mädchen in schwere hysterische Zustände, zuletzt in eine
totenähnliche cerebrale Lähmung. |
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RETTUNG UND HOCHZEIT
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| Sie
sprachen: "Das können wir nicht in die schwarze Erde versenken," und
ließen einen durchsichtigen Sarg von Glas machen, daß man es
von allen Seiten sehen konnte, legten es hinein und schrieben mit goldenen
Buchstaben seinen Namen darauf und daß es eine Königstochter
wäre. [...] Der Königssohn ließ ihn nun von
seinen Dienern auf den Schultern forttragen. Da geschah es, daß sie
über einen Strauch stolperten, und von dem Schüttern fuhr der
giftige Apfelgrütz, den Schneewittchen abgebissen hatte, aus dem Hals.
Und nicht lange, so öffnete es die Augen, hob den Deckel vom Sarg
in die Höhe und richtete sich auf und war wieder lebendig. "Ach Gott,
wo bin ich?" rief es. Der Königssohn sagte voll Freude: "Du bist bei
mir," und erzählte, was sich zugetragen hatte, und sprach: "Ich habe
dich lieber als alles auf der Welt; komm mit mir in meines Vaters Schloß,
du sollst meine Gemahlin werden." |
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KEINE
ÄHNLICHKEIT!
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| Die
Jungs schnallen total ab, aber auf sone bürgerlichen Buddelei stehen
die überhaupt nicht, deshalb stellen se se in nem Glaskasten in den
Wald und verpissen sich. [...] Jedenfalls kam dann ein Sproß aus
ner ganz noblen Family vorbei, fand die Leiche baumstark und schleppt sie
sofort zu sich nach Hause ab. Unterwegs kam er ins Stolpern, dabei hustet
die Leiche den Apfelmatsch wieder raus und wacht auf. Sie war auch sofort
wieder topfit, und riß sich den Macker gleich unter den Nagel. |
| Nun
kommt die exhibitionistische Triebkomponente der Zwerge zum Durchbruch,
denn sie stellen das tot scheinende Schneewittchen in einem gläsernen
Sarg zur Schau. Schließlich kommt ein necrophiler Prinz des Weges
und küßt Schneewittchen, weil er es für eine Leiche hält.
Durch diesen Kuß erfolgt aber im buchstäblichen Sinn die Erweckung
des Mädchens, die beiden werden Mann und Frau, und wenn sie nicht
gestorben sind, haben sie noch heute Komplexe. |
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WAS AUS DER BÖSEN
KÖNIGIN WIRD
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| Und
wie sie hineintrat, erkannte sie Schneewittchen, und vor Angst und Schrecken
stand sie da und konnte sich nicht regen. Aber es waren schon eiserne Pantoffel
über Kohlenfeuer gestellt und wurden mit Zangen hereingetragen und
vor sie hingestellt. Da mußte sie in die rotglühenden Schuhe
treten und so lange tanzen, bis sie tot zur Erde fiel. |
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KEINE
ÄHNLICHKEIT!
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| Und
die beknackte Alte haut der Schlag oder sowas aus den Latschen, als sie
spannt, daß Whity wieder durch die Gegend stiefelt und dazu noch
ne irre Schnappe gemacht hat. |
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WIRD
NICHT VERRATEN!
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