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Im
Alter von 17 Jahren gründete Jella Lepman in einer Stuttgarter Zigarettenfabrik
eine "Internationale Lesestube" für Kinder ausländischer Arbeiter.
Mit ihren beiden Kindern emigrierte sie 1936 nach England. Nach dem Krieg kam sie im Auftrag der Amerikaner als "Advisor for Women's and Youth Affairs" nach Deutschland zurück. Im Rahmen des amerikanischen "Reeducations Program" gründete sie 1949 die Internationale Jugendbibliothek. Zusammen mit Erich Kästner, der einen jüdischen Vater hatte, vertrat sie das pädagogisches Konzept, dass Kinderliteratur der Völkerverständigung dienen könnte. Kinder waren die Hoffnungsträger in einer zerstörten Welt. Jella Lepman war es auch, die Erich Kästner zu seinem später weltberühmten Buch "Die Konferenz der Tiere" anregte, bei der es um die Zukunft der Kinder und um den Frieden in der Welt geht. Sie setzte sich noch für viele weitere Aktivitäten im Bereich internationaler Kinder- und Jugendliteratur ein. 1956 hat sie den Hans Christian Andersen Preis mitbegründet, die international bedeutendste Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur. nchner Stadtteil Berg am Laim erinnert ein Straßenname an Jella Lepman. |
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