Kaspar Hauser (1993)
Verbrechen am Seelenleben eines Menschen
 
Regie/Drehbuch: Peter Sehr
 
 
 
 
 
Hauptdarsteller:
 
Kaspar und Daumer im Wald
Kaspar Hauser, der Findling
Daumer, Professor aus Nürnberg, der sich mit Kaspars Erziehung beschäftigt
Feuerbach, Gerichtspräsident der Stadt Ansbach, entwickelt die Prinzentheorie
Lord Stanhope, englischer Graf, der zu Kaspars Pflegevater wird
Mayer, Lehrer, bei dem Kaspar in Ansbach nach Stanhopes Abreise wohnt
Ludwig, Markgraf, Großherzog von Baden von 1818-1830
Luise, Reichsgräfin von Hochberg
Hennenhofer, Hochoffizier am badischen Hof
Carl, Großherzog von Baden von 1811-1818, Vater Kaspars
Stephanie, Großherzogin von Baden, mit Carl verheiratet, Mutter Kaspars
Leopold, Reichsgraf von Hochberg, Großherzog von Baden von 1830-1852
Sophie, Großherzogin von Baden, mit Leopold verheiratet
Ludwig I., König von Bayern
Feldmarschall Wedel, im Dienst des Ludwig I. von Bayern
 
 
Kurze Zusammenfassung der Handlung:
 
Kaspar Hauser wird als Kind des Großherzogs Carl von Baden aus der Zähringer Linie und dessen Frau Stephanie, einer Adoptivtochter Napoleons, 1812 geboren. Kurz nach der Geburt wird das Baby durch ein anderes Kind ersetzt, das bald darauf stirbt. Es wird klar, daß hinter dem Komplott die Reichsgräfin von Hochberg steckt, die zu allem bereit ist, um ihre Söhne aus der Linie Hochberg eines Tages auf den Thron setzen zu können (s. Stammtafel). Nach kurzer Zeit, in der Kaspar auf einem Landhaus versteckt lebt, gerät er in die Hände des Feldmarschalls Wedel, der im Dienst des bayerischen Königs, Ludwig I., steht. Bayern ist an dem Kind aus politischen Gründen interessiert-es hofft, die während der Napoleonischen Kriege zugunsten Badens verlorene Pfalz wiedergewinnen zu können, indem es Kaspar zur Erpressung benutzt. Infolgedessen wird Kaspar um sein 3. oder 4. Jahr herum in ein unterirdisches Gefängnis gebracht und ohne Kontakt zu Menschen und Natur gehalten.
 
1828 wird er durch seinen Wärter nach Nürnberg gebracht, kaum des Gehens und Sprechens fähig und nur mit einem Brief in der Hand, und erregt großes Aufsehen. Dort lebt Kaspar zunächst bei Professor Daumer, der sich mit der Erziehung des Findlings beschäftigt. Kaspar lernt schnell und lebt sich in die neue Umgebung ebenso ein. Kurz darauf erfolgt ein mißlungener Mordanschlag auf Kaspar. Später lernt er Lord Stanhope, seinen künftigen Pflegevater, kennen, auf dessen Wunsch er nach Ansbach übersiedelt. Nachdem Stanhope die Liebe seines Pflegesohnes gewinnt, reist er ab und läßt sich nie wiedersehen. Kaspar lebt in Ansbach bei dem Lehrer Meyer, der sich Kaspars "lügenhafter" Natur sicher ist, und ihn infolgedessen ohne Liebe und jegliche Verständnis behandelt. 1833 erfolgt ein zweiter Mordanschlag auf Kaspar, der diesmal tödlich ist.
 
 
Kaspar auf dem Unschlittplatz in Nürnberg
 
 
 
 
Handlung
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