Zeichens des Mißtrauens und Angst in der Kunst


Da politischer Widerstand nach den Karlsbader Beschlüssen nicht offen ausgedrückt werden konnte, müssen wir Zeichens von Mistrauen und Angst in anderen Bereichen finden. Damals wurde politischer Widerstand oft indirekt und verschlüsselt, z.B. durch Kunst oder Literatur, artikuliert. Wenn man die Kunst dieser Zeit anschaut, ist es klar, dass ein anti-Monarchie (oder anti-Macht) Gefühl klar gezeigt wurde.

Ein wichtiges Beispiel dieser Kunst sind die Märchen der Brüder. Das erste Buch Wilhelm und Jakob Grimm erschien 1812; es heißt The Children's and Household Tales. Vier Jahre später wurde German Folktales herausgegeben. Die Brüder Grimm sind für ein Verständnis von Kaspar auf zweierlei Weise wichtig. Erstens, weil sie solche grausame Geschichte wie Kaspars erzählten, hatten sie das Publikum schon gelehrt an solchen Geschichten (von Findlinge, von einer bösen Stiefmutter, von einem armen Kind, das wirklich der Prinz von Baden war) zu glauben (oder wenigstens, nicht shockiert zu werden). Zweitens kann man die Zeichen des Patriotiismus durch ihres Werk wieder sehen. Beide Bücher versuchten das Volk sich an ihrer Herkunft zu erinnern (Brose 150). Da ihre Geschichten in eine einfache Sprache geschrieben wurde und aus uralte deutsche Mythen stammten, versuchten die Brüder die deutsche Kultur Anerkenntnis zu bringen. Als Kaspar 1816 erschien, wurden die Leute schon gewohnt, Geschichte wie Schneewitchen zu hören. In Schneewitchen versucht eine böse Stiefmutter die Tochter ihres Mannes zu töten und diese Tochter muss versteckt werden u.s.w. Die Ähnlichkeiten zwischen diese Geschichte und die Geschichte Kaspars können uns ein bisschen erklären, warum die Leute zu seiner Zeit so leicht an ihm glaubten.

Und, dass jemand in der Regierung böse genug war, um sowas zu machen, war auch glaubwürdig wegen des Chaos, das nach den Napoleonischen Kriegen entstand. Obwohl die Künstler nicht dirket gegen die Monarchie etwas sagen konnten, kann diese anti-Monarchie (oder anti-Macht) Gefühle nur durch Symbole gezeigt werden. Zum Beispiel, wurde in Karl Friedrich Lessings Royal Couple in Mourning (1829) das Ende der Zeit der Monarchie symbolisiert. Auf ein Gedicht von Ludwig Uhland gegründet, zeigt dieses Bild, dass die Monarchie nicht mehr die Fähigkeit hatte, lebendig zu bleiben. Im Gedicht starb die Tochter dieses Königes, die als Symbol der Monarchie gesehen werden kann. Ein Kritiker, der die Aussstellung, die dieses Bild enthielt, sah, sagte "the oversized royal figures . . . project themselves like ghosts of the departed into a present day which is inherently republican" (qtd. in Brose 137). Das Gefühl der Zeit, dass ein liberaler Staat ohne die Enmischung Metternichts und die Zensur unvermidelich war, wird kier klar dargestellt; obwohl der Zuschauer die Glanz und Hoheit der Monarchie im Hintergrund sehen kann, werden die Symbole der Monarchie von dem Schmerz im Bild überwältigt (Brose 137).

Die Künstler waren aber nicht nur mit diesem politischen Aspekt der neu-entstanndenen Welt unzufrieden.  Kaspar David Friedrich, der auch zu dieser Zeit malte, versuchte auch durch seine Kunst seine Unzufriedenheit mit der Industrialisierung und anderen Zeichens der modernen Welt darzustellen. Wenn man sein The Traveller Above a Sea of Clouds (1818) anschaut, kann man auch die Symbole der Revolution sehen. Der Figur im Bild trägt einen Mantel eines Patriots, dreht seinen Rücken an der Vergangenheit (und dadurch die Monarchie, Industrialierung und Kriege) und sehnt sich nach den Alpen (und der Schweiz, die als Symbol für Freiheit benutzt wurde, wegen des politischen Asyl, das so viele dort suchten) (Brose 405). Überall in Friedrichs Werk benutzte er verschiedene Symbole der Revolution, um sein Glauben an Freiheit zu zeigen. Seine Schiffe, die er oft malte, trugen die Flagge Schwedens, weil Schweden zu dieser Zeit ein Symbol der Demokratie war. In sein Bild, Arctic Shipwreck, sieht man den Fehlschlag der liberalen Bewegung, weil das Schiff sich nicht mehr bewegen kann und zerstört wurde. Es liegt kalt und allein in dem Eis und man kann sich nicht vorstellen wann (oder wie) es gerettet werden wird. Auch in das Bild Oak Tree in the Snow (1823) ist die Eiche (auch ein Symbol des deutschen Patriotismus) allein in der Mitte eines kalten Feldes (Brose 405).

Überall gibt es Zeichens dieser Unzufriedenheit mit dem politischen Lage. Und wenn man Kaspar in diesem Kontext betrachtet, ist es nicht schwer zu verstehen, warum die Leute zu seiner Zeit an so einem Verbrechen glauben werden konnten.

 


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