V. War die DDR ein Land, das zum Scheitern verurteilt war?
Der real existierende Sozialismus als repressives System


 

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Die Arbeiter, Angestellten, Genossenschaftsbauern und Intellektuellen benötigten eine umfassende politische Kultur, um mit Verständnis und Takt, mit Wissen und Feingefühl, mit Beharrlichkeit und Konsequenz die verschiedenartigsten gesellschaftlichen Probleme lösen zu können. Bürokratismus, Passivität, Gleichgültigkeit sind Überreste kulturlosen Verhaltens und müssen entschieden ausgemerzt werden. Dieses System wurde staatlich von Repression gekennzeichnet (Der Gefühlsstau, S.15).  
Die staatliche Repression begann fast gleich nach der Gründung der DDR. Die errichtete Diktatur war der politische Ausdruck der seelischen Störung der neuen Machthaber, und ihre Einengung ergoß sich als ein System von Nötigungen über den Alltag der DDR-Bürger. Die ganz einfachen Rechte eines jeden Menschen, die Rechte auf unverstelltes Dasein, auf eine spezifische Meinung, auf Verstanden und Angenommen sein in den persönlichen Eigenarten, auf Individualität, waren in dieser Gesellschaft nirgendwo gesichert (Der Gefühlsstau. S.16). 

Das gesellschaftliche Leben war autoritär-hierarchisch durchstrukturiert, es wurde ausschließlich von oben nach unten administriert und kommandiert. Die Macht lag allein in den Händen der militärisch durchorganisierten SED. Das Prinzip des demokratischen Zentralismus umschrieb nur schamvoll die einem solchen System innewohnende Tendenz der unweigerlichen Machtkonzentration in den Händen des Politbüros und letztlich in denen des Generalsekretärs, was den unvermeidbaren Personenkult und die immer rigider werdende Bürokratie erklärt, weil schließlich auf untergeordnetem Posten keiner mehr wirklich Verantwortung und Entscheidung zu tragen bereit oder überhaupt in der Lage war (Kultur und Politik in der DDR, S. 43). 


 
 


 

Die SED hat alles absolut dominiert und die Menschen konnten nur wie Sklaven des Systems leben. Das Volk hatte Meinungen und Persšnlichkeiten. Eine Regierung kann das nicht ändern. Viele Menschen glaubten, dass die Ideen des Kommunismus gut waren, aber die Realität war schlecht. Die DDR war ein Land, dass zum Scheitern verurteilt war, weil die Regierung der DDR ein repressives System war. Die Politik kontrollierte das Leben der Menschen. Die DDR-Regierung mit ihren vielen Institutionen und Einrichtungen beeinflussten die Kulturpolitik des Landes voll und ganz. Die Bürger waren oft gegen die Beschlüsse der Regierung. Schließlich scheiterte die DDR daran, dass ihre Bürger den Staat nicht mehr unterstützten. 

Foto: Recollectiong a Culture Edited by John P. Jacob